Bonn. rabe Die Ausgrenzung der PDS schwächt nach Ansicht der Parlamentarischen Geschäftsführerin der PDS, Dagmar Enkelmann, weiterhin die Schlagkraft der Bonner Opposition. Auch zur Halbzeit der Legislaturperiode sei die PDS der "ungeliebte Teil der Opposition", sagte Enkelmann am Freitag in Bonn.Dagmar Enkelmann kritisierte dabei vor allem die SPD. "Die Opposition könnte wirksamer sein und die Regierung jagen, wenn sich die SPD den Umgang mit der PDS nicht ständig von der Union vorgeben ließe". Anträge und Initiativen der PDS würden meistens von Grünen und SPD nicht gestützt. Oft genug gingen diese dann kurz darauf mit ähnlichen Vorschlägen ins Parlament. Selbst die CDU/CSU-Fraktion kopiere manchmal PDS-Ideen.Zwar sei die PDS-Gruppe "mittlerweile im Bundestag angekommen". Sie werde aber weiterhin "mit der Geschäftsordnung diskriminiert". So landeten Anträge der PDS meist ganz unten auf der Tagesordnung. Dennoch habe die Gruppe mit der "Verteidigung sozialer Standards und der Erarbeitung mittel- und langfristiger Alternativen" eigene Akzente gesetzt.Die frauenpolitische Sprecherin der Gruppe, Christina Schenk, erklärte, die PDS habe die Bündnisgrünen als "einzige Partei mit feministischem Profil beerbt". +++