Wolgast - Jedes Mal, wenn Lars Bergemann in sein Büro geht oder es verlässt, kommt er an zwei Plakaten vorbei. „Bundeswehr raus aus Afghanistan!“, steht auf dem einen, „Kriege töten“ auf dem anderen. Es sind Glaubenssätze der Linkspartei. Bergemann ist Mitarbeiter einer Landtagsabgeordneten der Linken in Mecklenburg-Vorpommern. Außerdem macht er selbst Politik, als Chef einer Fraktion von acht Stadtvertretern in Wolgast. Bergemann ist hier geboren und aufgewachsen.

„Hallo, Lars“, rufen die Leute, wenn der 41-Jährige durch die sanierten Altstadtgassen spaziert. Die Wolgaster kennen ihn, und er kennt sie, oft mit Namen und Beruf. In einer 12.000-Einwohner-Stadt sollte es ein Volksvertreter so halten. Schon als Heranwachsender hatte Bergemann sich für Politik interessiert. Für ihn hieß das: für die SED. Nach der Wende verlor er erst einmal gründlich die Orientierung. Seit 1999 macht er nun Kommunalpolitik, „da kann ich mich ausleben.“ Er hat die Interessen seines Wolgaster Volkes zuletzt ziemlich konsequent vertreten, besser als die Linie seiner Partei.

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