Hat auch Norbert Lammert Teile seiner Doktorarbeit abgeschrieben? „Robert Schmidt“ ist sich dessen sicher. So nennt sich der Plagiatsjäger, der dem Bundestagspräsidenten wissenschaftliches Fehlverhalten unterstellt, und darüber hinaus nur preisgibt, er sei der „Entdecker des Plagiats in der Dissertation von Annette Schavan“. Also auch der zweite Mann im Staat, ein Schummler wie Karl-Theodor zu Guttenberg, Silvana Koch-Mehrin oder Annette Schavan?

Das Wenige, was über den Fall Lammert bislang zu erfahren ist, bietet „Robert Schmidt“ auf seiner Seite lammertplag.wordpress.com dar. Über Lammert, den Autor der Dissertation „Lokale Organisationsstrukturen innerparteilicher Willensbildung – Fallstudie am Beispiel eines CDU-Kreisverbandes im Ruhrgebiet“ behauptet „Schmidt“, er habe einen erheblichen Teil der als verwendet angegebenen Literatur „ganz offenbar nicht gelesen“. Das werde deutlich anhand der Übernahme charakteristischer Fehler aus der Sekundärliteratur. Auf 42 Seiten der knapp 40 Jahre alten Dissertation Lammerts will Schmidt Passagen gefunden haben, die Unregelmäßigkeiten aufweisen. Er gibt an, nur etwa ein Drittel des Hauptteils der Arbeit nach Plagiaten durchsucht und die Jagd dann aus Zeitgründen abgebrochen zu haben.

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