Knapp drei Wochen vor der Bundestagswahl sind bereits für 14,6 Prozent oder rund 365.000 der wahlberechtigten Berliner Briefwahlunterlagen ausgestellt worden. Das teilte die Landeswahlleiterin am Montag im Internet mit. Am beliebtesten ist demnach die Briefwahl in Steglitz-Zehlendorf, wo schon für 24 Prozent der Wahlberechtigten die nötigen Wahlscheine bereitgestellt wurden. In Marzahn-Hellersdorf und in Lichtenberg waren es nur 8,6 Prozent.

Die Zahl der Briefwähler steigt seit Jahren. In Berlin ging die Landeswahlleiterin kürzlich davon aus, dass in diesem Jahr mindestens 24 Prozent der knapp 2,5 Millionen Wahlberechtigten per Brief ihre Stimme abgeben - das wären mehr als 600.000 Berliner. Bei der Bundestagswahl 2013 hatten 21,6 Prozent der Wahlberechtigten Briefwahlunterlagen beantragt.

Auch rund 140.000 Brandenburger haben bereits Briefwahlunterlagen beantragt. Dies seien wesentlich mehr als doppelt soviel wie vor der Bundestagswahl 2013, sagte Landeswahlleiter Bruno Küpper. Damals hatten zum selben Zeitpunkt 55.000 Bürger die Briefwahl beantragt. Rund 67.650 junge Brandenburger sind erstmals zur Wahl aufgerufen, fast 9000 mehr als vor vier Jahren.

Schutz vor Hacker-Angriffen

Ein besonderes Augenmerk richten die Behörden auf die Datensicherheit. „Bei Wahlen in anderen europäischen Ländern und vergangenes Jahr in den USA hat es massive Angriffe auf Wähler-Datenbanken gegeben, um das Vertrauen der Bürger in die Wahlorganisation zu erschüttern“, sagte Küpper. „Wir haben fachlich alles getan, damit so etwas bei uns nicht passieren kann.“ Zum Schutz gegen Hacker-Angriffe seien alle Übertragungswege abgesichert worden und es würden regelmäßige Backups erstellt.

Ein Antrag auf Erteilung eines Wahlscheins kann bis zum 22. September 2017, 18 Uhr, gestellt werden. (dpa/BLZ)