„Nach Rostock-Lichtenhagen war Integration nur noch eine Lüge“

Der Politikwissenschaftler Kien Nghi Ha lebte in Berlin, als vor 30 Jahren das Sonnenblumenhaus in Rostock brannte. Die Fernsehbilder veränderten sein Leben.

Zuschauer und Gewalttätige in den Straßen von Rostock-Lichtenhagen, 1992
Zuschauer und Gewalttätige in den Straßen von Rostock-Lichtenhagen, 1992dpa/Res Schober

Sein Verhältnis zur deutschen Gesellschaft musste Kien Nghi Ha nach dem Pogrom von Rostock-Lichtenhagen fundamental überdenken. Vor 30 Jahren, vom 22. bis zum 26. August 1992, griffen Rechte die Zentrale Aufnahmestelle (ZAST) für Asylsuchende und eine Unterkunft für Geflüchtete an, Tausende Zuschauer begafften die Gewalt wie ein Spektakel, die Polizei zog sich zurück und überließ die Bewohner des Hauses ihrem Schicksal. Im Interview erklärt der Politikwissenschaftler, warum es unmöglich ist, sich in eine rassistische Gesellschaft zu integrieren, und warum Rostock-Lichtenhagen für ihn ein Zivilisationsbruch war.

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