Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD)
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Berlin - Drei von fünf Deutschen zeigen sich laut einer Umfrage für eine Vier-Tage-Woche zum Schutz von Arbeitsplätzen in der Corona-Krise offen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur mit Verweis auf die vom Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführte Umfrage. Frauen stimmen dem Vorschlag der Gewerkschaft IG Metall mit 65 Prozent mehr zu als Männer mit 58 Prozent. 

Unterschiede sind zwischen Anhängern verschiedener Parteien ersichtlich. So befürworten nur 53 Prozent der AfD-Anhänger eine Vier-Tage-Woche, bei der CDU und FDP sind es 62 Prozent. Die Linken liegen ein Prozent darüber. Die höchste Zustimmung zeigen SPD-Anhänger (68 Prozent) und Grüne (73 Prozent). 

Um Jobs in der Metall- und Elektroindustrie zu erhalten, hatte die IG Metall die Vier-Tage-Woche vorgeschlagen. Der Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) bezeichnete diese Möglichkeit im Gespräch mit der Funke-Mediengruppe als geeignete Maßnahme. 

Die FDP hingegen warnt vor dieser Option.  „Das Konzept "weniger Arbeiten und den Wohlstand dennoch halten" hat noch nie funktioniert", sagte der Vizevorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Christian Dürr, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Die Zeche dafür, nämlich sinkende Löhne und eine stark steigende Verschuldung, wird die Mitte der Gesellschaft zahlen. Die zusätzlichen Schulden sind dann die Steuern von morgen.“