Am 7. und 8. Oktober 1989 kam es in Ost-Berlin zu massiven Übergriffen von Sicherheitskräften auf friedliche Demonstranten. Mehr als 1000 Menschen wurden inhaftiert. Mitte November nahm eine unabhängige Untersuchungskommission die Arbeit auf. Ein Rückblick.

Im Oktober 1991 hatte ich Frank Richter noch einmal in die nun leer stehende Kaserne der DDR-Bereitschaftspolizei am Blankenburger Pflasterweg begleitet. „Hier sind wir am 8. Oktober 1989, abends gegen 20 Uhr, angekommen“, erzählte er. „Unser Lkw war rückwärts an die Haustreppe herangefahren, wir mussten in kleinen Gruppen von zwei bis vier Leuten von der Ladefläche springen und durch ein Spalier von Uniformierten mit Gummiknüppeln, die uns anschrien, ins Haus laufen. Ich habe Hunde bellen hören, und uns wurde gesagt, dass bei einem Fluchtversuch geschossen wird.“

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