Berlin - Ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle, ungeachtet des Alters, der Nationalität oder der finanziellen Situation – für dieses Ziel kämpfen verschiedene Organisationen in Deutschland schon lange. Mit der Corona-Pandemie hat die Diskussion frischen Wind bekommen, die dem Anliegen einigen Auftrieb verliehen hat: Eine Petition für ein zeitlich begrenztes Krisengrundeinkommen als Antwort auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise unterzeichneten mehr als 176.000 Menschen. Am Montag nun hat sich der Petitionsausschuss des Bundestages in einer öffentlichen Sitzung mit der Forderung befasst, die die langjährige Aktivistin für ein bedingungsloses Grundeinkommen, Susanne Wiest, gestartet hatte.

„Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen jetzt in der Krise ziehen wir unserer Gesellschaft einen Boden ein, der alle trägt“, sagte Wiest in ihrem Eingangsstatement. Die bisherigen Hilfsmaßnahmen bezeichnete Wiest als „nicht zielgenau, kompliziert, bürokratisch, zeitaufwendig und unsicher“. Oft komme die Hilfe nicht dort an, wo sie gebraucht werde, viele Menschen, wie etwa Kulturschaffende, Soloselbstständige und Studierende fielen fast komplett durchs Raster. Das bedingungslose Grundeinkommen nannte Wiest, deren Anliegen von verschiedenen Initiativen wie Expedition Grundeinkommen und Mein Grundeinkommen unterstützt wird, die „zeitgemäße Grundlage für unser Zusammenleben“.

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