Berlin - Nach dem schweren Bombenanschlag im Diplomatenviertel der afghanischen Hauptstadt Kabul gibt die Bundesregierung den Forderungen nach einem Abschiebestopp in das Kriegsland nun doch nach – zumindest teilweise.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gab am Donnerstagabend nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin bekannt, dass vorerst keine abgelehnten Asylbewerber mehr nach Afghanistan zurückgeschickt werden. Ausgenommen davon seien aber kriminell gewordene Afghanen und sogenannte Gefährder; gemeint sind damit Personen, denen zugetraut wird, einen Terroranschlag zu begehen. „Der gestrige Tag war für uns Anlass, nochmal genau hinzuschauen“, sagte Merkel. Auch für Menschen, die hartnäckig ihre Mitarbeit an der Identitätsfeststellung verweigerten, gelte das Moratorium nicht.

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