Berlin - Die Auswirkungen des brutalen Anschlags in der afghanischen Hauptstadt Kabul waren bis nach Berlin zu spüren. Mindestens 80 Menschen wurden durch eine Autobombe, die am Morgen im streng gesicherten Botschaftsviertel detonierte, getötet, Hunderte verletzt. Auch in der Deutschen Botschaft richtete der Sprengstoff schwere Schäden an. Nach Angaben des Auswärtigen Amts in Berlin wurde ein afghanischer Wachmann, der für eine lokale Sicherheitsfirma arbeitete, getötet, eine entsandte deutsche Botschaftsmitarbeiterin wurde leicht verletzt, eine afghanische Mitarbeiterin schwer. Am Morgen traf ein Krisenstab im Auswärtigen Amt zusammen, um die kritische Lage zu erörtern.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeigte sich erschüttert über die Tat und verurteilte sie. In einem Kondolenztelegramm an seinen afghanischen Kollegen Ashraf Ghani schrieb Steinmeier, dass man auch in Zukunft in den Bemühungen gegen den Terror zusammenstehen werde. „Es ist meine Hoffnung, dass es uns gemeinsam gelingt, auf dem Weg zu Frieden und Sicherheit für alle Menschen in Afghanistan weiter voranzuschreiten.“ Ähnlich äußerte sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie rief beim Städtetag in Nürnberg die gesamte internationale Gemeinschaft zum Kampf gegen den Terrorismus auf. „Wir alle gemeinsam, die wir an das Recht, die Freiheit und die Würde des Menschen glauben - in Europa, in Amerika, in Afrika, ja und natürlich auch in Afghanistan - werden den Kampf gegen die Terroristen führen“, so die Kanzlerin.  „Und wir werden ihn gewinnen.“

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