Berlin - Es gibt Ärger für Roland Jahn, ausgerechnet am Ende seiner Amtszeit. Nur noch bis Mitte Juni ist Jahn der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU). Der oberste Hüter der Stasiunterlagen. Aber hat die Behörde unter seiner Leitung die Akten stets so gut behütet, wie sie sollte?

Ein Fall weckt daran erhebliche Zweifel. Deshalb hat nun ein anderer Bundesbeauftragter ein Prüfverfahren gegen Jahns Behörde eröffnet: Ulrich Kelber, zuständig für Datenschutz und Informationsfreiheit. Das Verfahren wurde aufgrund einer Recherche der Berliner Zeitung und Buzzfeed/Übermedien eingeleitet. Der Datenschutzbeauftragte (BfDI) macht deutlich, dass er den Fall auch nach dem Übergang der Stasiakten ins Bundesarchiv verfolgen will, der Mitte Juni ansteht. „Unabhängig vom Ergebnis des konkreten Einzelfalls, wird der BfDI auch die Bearbeitung von Medienanträgen zum Gegenstand der nächsten Kontrolle des BStU/des Bundesarchivs machen“, teilt eine Sprecherin der Berliner Zeitung mit.

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