Magdeburg - Kurz vor dem Bundesparteitag der AfD ist Kritik an Sachsen-Anhalts Landes- und Fraktionsvorsitzenden André Poggenburg wegen der Anstellung seiner Lebensgefährtin in der eigenen Fraktion laut geworden. Parteimitglieder hätten Poggenburg intern Vetternwirtschaft vorgeworfen, berichtete die „Mitteldeutsche Zeitung“. Poggenburg bestätigte, dass seine Lebensgefährtin seit 1. August 2017 in der Fraktionsgeschäftsstelle in Magdeburg eine Ausbildung als Kauffrau für Büromanagement absolviert.

Poggenburg rechtfertigt sich

Dafür erhalte sie eine Vergütung, die „auf die rechtlich mögliche Mindesthöhe festgelegt“ worden sei, heißt es in einer Stellungnahme Poggenburgs, die der dpa vorliegt. Es bestehe kein Ausbildungsvertrag zwischen ihm und der Frau, sondern zwischen der Fraktion und ihr.

Eine finanzielle Abhängigkeit zwischen ihr und ihm bestehe deshalb nicht, argumentierte Poggenburg.
Poggenburg gehört dem rechtsnationalen „Flügel“ der AfD an. Er will an diesem Wochenende auf dem Bundesparteitag der AfD in Hannover für den Vorstand kandidieren. (dpa)