Die meisten deutschen Tatverdächtigen bei Messerdelikten im Saarland heißen Michael, Daniel oder Andreas, eine doppelte Staatsbürgerschaft haben nur wenige. Dies ergab eine Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der AfD, wie die „Saarbrücker Zeitung“ berichtet. Die Partei dürfte mit einer anderen Antwort gerechnet haben.

Im vergangenen September hatte die Polizei eine Statistik zu Messerangriffen im Saarland veröffentlicht. Aufgezählt wurde, dass von 1490 Tatverdächtigen zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 30. April 2018 insgesamt 842 aus Deutschland stammen.

Aus Syrien stammen 122, 36 aus Afghanistan. In 289 Fällen konnte der Angreifer nicht ermittelt werden.

Häufigtste Vornamen: Michael, Daniel und Andreas

Die AfD wollte es genauer wissen und fragte: Wie viele der Deutschen haben eine doppelte Staatsbürgerschaft? Und: Gibt es Häufungen bei den Vornamen?

Die Vermutung, dass die AfD mit einer hohen Zahl an Menschen mit Migrationshintergrund rechnete, liegt aufgrund der Fragestellungen nahe. Erfüllt wurden die Erwartungen der Partei indes offensichtlich nicht.

Am häufigsten heißen die Tatverdächtigen des besagten Zeitraums mit deutscher Staatsbürgerschaft Michael (24 Fälle), Daniel (22) oder Andreas (20). Es folgen Sascha (15), Thomas (14), Christian, Kevin, Manuel, Patrick (je 13). Nur 14 Tatverdächtige haben zudem eine doppelte Staatsbürgerschaft. (red)