Augsburg - Vor Provokationen schreckt Alexander Gauland nicht zurück, das hat er in den letzten Monaten immer wieder bewiesen. Auch auf dem Bundesparteitag der AfD in Augsburg hielt Gauland zur Eröffnung eine sehr polemische und in Teilen radikale Rede, in der er mit den sogenannten Altparteien abrechnete. „Ich fühle mich an die letzten Monate Tage der DDR erinnert“, beschrieb Gauland die Lage in Deutschland.

Gauland verglich Merkel mit dem letzten Staatsrats- und SED-Vorsitzenden der DDR, Erich Honecker, und bezeichnete die Bundesregierung als Regime. Wie damals gingen heute Menschen auf die Straße, und wie damals sei Sachsen das Zentrum des Widerstands. „Die AfD ist das heutige Neue Forum“, sagte Gauland in Anspielung auf die damalige Bürgerbewegung. „Merkel fällt, egal wie lange sie noch mit den Armen rudert“, so Gauland. Aber nicht nur Merkel müsse weg, sondern „ein ganzes System, ein ganzer Apparat“. Die Delegierten spendeten dem 77-Jährigen tosenden Beifall. Gauland ist einer der beiden Bundesvorsitzenden der AfD und führt zusammen mit Alice Weidel auch die neue Bundestagsfraktion in Berlin, früher war er jahrzehntelang in der CDU.

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