Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry hat nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt gefordert, die Herkunft von Straftätern künftig per DNA-Analyse zu ermitteln. Dies ist rechtlich bislang nicht möglich.

In Zürich sei diese Methode bereits nach einem Anschlag auf eine Moschee genutzt worden, um gezielter nach dem Täter suchen zu können, sagte Petry am Mittwoch. Auch im Falle der ermordeten Freiburger Studentin hätte eine entsprechende DNA-Analyse den Täterkreis erheblich einschränken können.

Nur Geschlecht und Identität

Der Vorwurf, es sei rassistisch, mit dieser Methode die Ethnie des Täters zur Fahndungssache zu machen, sei falsch. Denn durch die Bekanntgabe der ethnischen Identität eines Täters könnten alle, auf die dieses Merkmal nicht zutrifft, vom Verdacht ausgeschlossen werden. Sie fügte hinzu: „Der genetische Fingerabdruck wirkt antirassistisch, weil er unschuldig Verdächtigte auf wissenschaftliche Weise entlastet.“

Bisher dürfen zur Aufklärung eines Verbrechens durch die Analyse von DNA-Spuren nur das Geschlecht und die Identität bestimmt werden. Dabei wird die am Tatort gefundene Erbsubstanz mit der eines Verdächtigen verglichen. Die Erhebung weiterer Merkmale wie Augen-, Haar- und Hautfarbe ist verboten. Die Konferenz der Justizminister von Bund und Ländern will im Frühjahr über eine mögliche Ausweitung beraten. (dpa)