Potsdam - Brandenburgs AfD-Spitzenkandidat Andreas Kalbitz hat einem Schüler in einer Diskussionsrunde Verblendung durch die Schule vorgeworfen.

Der AfD-Landesvorsitzende antwortete am Montag auf die Frage eines Jugendlichen, was er von Thüringens AfD-Landeschef Björn Höcke halte, der „ziemlich offen ein Nazi“ sei: „Tut mir leid, dass Sie da so verblendet sind durch die Dauerrotlichtbestrahlung, die Sie medial an der Schule bekommen.“ Höcke sei kein Nazi, sondern stehe „fest auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung“.

Höcke ist Gründer des rechtsnationalen „Flügels“ in der AfD, zu dem auch Kalbitz gezählt wird. Kalbitz bezeichnete die Klimaaktivistin Greta Thunberg als „zopfgesichtiges Mondgesicht-Mädchen“.

Kalbitz hält sich nicht an Redezeit

Fünf Schüler debattierten am Montag mit den Spitzenkandidaten der bisher im Brandenburger Landtag vertretenen Parteien (SPD, Linke, CDU, AfD und Grüne). Die Politiker vertraten dabei die Pro-Meinung zu einem von ihnen jeweils selbstgewählten Thema, ein Jugendlicher nahm die Gegenposition ein.

Die vier Schülerinnen und der Schüler zwischen 16 und 18 Jahren sind ehemalige Landessieger des Bundeswettbewerbs „Jugend debattiert“. Zwölf Minuten dauerten die Debatten jeweils, ein Zeitrichter achtete streng auf die Einhaltung der Redezeit - an die sich die Schüler konsequent hielten, die Politiker nicht immer. Brandenburg wird derzeit rot-rot regiert. Am 1. September wird ein neuer Landtag gewählt. (dpa)