Berlin - Gut zwei Wochen vor der geplanten Neuwahl des AfD-Bundesvorstandes mehren sich die Vorschläge für die Neuaufstellung der Parteispitze. „Nach einigen Wahlniederlagen in Reihe denke ich, dass wir neben bekannten Persönlichkeiten nun auch neue Gesichter im Parteivorstand brauchen“, sagte der AfD-Bundestagsabgeordnete Joachim Wundrak am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. „Ich würde mir meinen Fraktionskollegen Norbert Kleinwächter dort wünschen“, fügte er hinzu. Er habe den Brandenburger als kompetenten Politiker kennengelernt und könne ihn sich auch als Vorsitzenden der AfD gut vorstellen.

Kleinwächter antwortete auf die Frage, ob er für den Vorsitz kandidieren wolle: „Das werde ich noch sehr genau durchdenken an Pfingsten.“ Er sei von etlichen Mitgliedern angesprochen worden, die ihn gebeten hätten, sich um den Vorsitz zu bewerben.

Die AfD will bei ihrem Parteitag im sächsischen Riesa, der am 17. Juni beginnt, einen neuen Bundesvorstand wählen. Seit dem Ausscheiden des Co-Vorsitzenden Jörg Meuthen ist Tino Chrupalla alleiniger Vorsitzender.

Auf die Frage, ob er sich eine eigene Kandidatur für den Bundesvorstand vorstellen könne, antwortete Wundrak: „derzeit nicht“. Wundrak, der vor seinem Einstieg in die Politik bei der Bundeswehr Karriere gemacht hatte, war 2021 gemeinsam mit Joana Cotar bei der Wahl des Spitzenduos für die Bundestagswahl angetreten. Durchgesetzt hatten sich bei dieser Wahl Parteichef Tino Chrupalla und Alice Weidel, die gemeinsam mit Chrupalla die Bundestagsfraktion leitet.