Berlin - AfD-Chefin Frauke Petry steht Medienberichten zufolge vor einer innerparteilichen Niederlage. Petry müsse nach einer Mitgliederbefragung ihre Hoffnungen begraben, alleinige Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Bundestagswahl im September zu werden, berichten Welt Online und Spiegel Online. Die AfD-Basis habe sich mit knapper Mehrheit dafür ausgesprochen, mit einem größeren Spitzenteam statt einer Einzelperson in den Wahlkampf zu gehen.

Die Entscheidung sei ein Votum gegen Petry, obwohl es in der Befragung der gut 25.000 Mitglieder gar nicht um konkrete Personen gegangen sei. Petry habe sich für eine Solo-Lösung ausgesprochen.

Rückenwind erhalten durch das Ergebnis der Befragung demnach Petrys Gegner an der AfD-Spitze. Hierzu zählt neben Co-Parteichef Jörg Meuthen, der allerdings nicht für den Bundestag kandidiert, vor allem AfD-Vize Alexander Gauland, der genau wie Petry bereits als Bundestagskandidat nominiert wurde.

Keine rechtliche Bindung

Denkbar sei nun ein Team aus Gauland, Petry sowie eventuell weiteren Bundesvorstandsmitgliedern wie Alice Weidel aus Baden-Württemberg und Armin Paul Hampel aus Niedersachsen.

Rechtlich bindend ist die Mitgliederbefragung nicht. Verbindlich entscheiden kann die Frage nach Spitzenteam oder Solo-Spitzenkandidatin erst der AfD-Bundesparteitag Ende April. (dpa)