Kabul - Bei Taliban-Angriffen auf Einrichtungen der afghanischen Sicherheitskräfte sind am Wochenende mindestens 65 Menschen getötet worden. Die Attacken ereigneten sich laut Behörden in den Provinzen Baghlan, Kandahar, Kundus und Fara.

Im Bezirk Nahrin in der Nordprovinz Baghlan zerstörten die Radikalislamisten am Samstag zwei Kontrollpunkte der Armee und töteten dabei mindestens 26 Angehörige einer von der Regierung unterstützten Miliz. Sie nahmen nach Angaben örtlicher Politiker zudem zwei Gefangene. Zwölf weitere Paramilitärs wurden bei den Gefechten verwundet. 

Angriffe auf Soldaten und Wahlkommission

Im südlichen Kandarhar sprengten die Aufständischen vier gestohlene Militärfahrzeuge nahe einem Polizeihauptquartier in die Luft. Neben elf Soldaten starben acht im Quartier untergebrachte Angestellte der afghanischen Wahlkommission, wie ein Polizeisprecher sagte. Zudem gebe es Dutzende Verletzte.

In Kundus wurden bei einem Angriff auf den Armeestützpunkt Imam Sahib in der Nacht zum Sonntag mindestens zwölf Soldaten getötet. Mindestens 16 weitere hätten die Radikalislamisten gefangen genommen, berichtete ein Provinzratsmitglied. In Fara in Westafghanistan kamen am Freitagabend acht Soldaten beim Angriff auf eine Militärbasis um, zudem gab es laut dem Vorsitzenden des Provinzrats weitere Verletzte. (dpa)