Istanbul - Trotz unvollständiger Auszählung der Stimmen bei der Kommunalwahl in der Türkei hat sich der Kandidat der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP zum Sieger in der Wirtschaftsmetropole Istanbul erklärt. „Wir haben die Wahl in Istanbul gewonnen“, erklärte der ehemalige Ministerpräsident Binali Yildirim am Sonntagabend in Istanbul.

Der Gegenkandidat der größten Oppositionspartei CHP, Ekrem Imamoglu, dagegen sagte, er liege in Istanbul vorne und kritisierte Yildirims Siegesrede.

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu lag Yildirim nach Auszählung von 98 Prozent der Stimmen in Istanbul mit 48,71 Prozent nur hauchdünn vor Imamoglu (48,65 Prozent). Imamoglu dagegen sagte, er führe nach Zählung seiner Partei mit 50,51 Prozent vor Yildirim (46,55 Prozent). In Istanbul seien erst knapp 76 Prozent der Stimmen ausgezählt. „Wir lassen keine Manipulation zu“, sagte er.

Ankara und Istanbul werden seit mehr als 20 Jahren von islamisch-konservativen Bürgermeistern regiert. Eine Niederlage in Istanbul wäre ein herber Schlag für Präsident Recep Tayyip Erdogan, der selbst einst Bürgermeister von Istanbul war. (dpa)