Das Sea-Eye-Rettungsschiff Alan Kurdi
Foto: imago images/Spot on Mallorca

RomDas deutsche Rettungsschiff „Alan Kurdi“ hat vor der libyschen Küste im Mittelmeer 32 Migranten an Bord genommen. Unter ihnen seien zehn Kinder und eine schwangere Frau, teilte die Organisation Sea-Eye am Freitag mit. Die Crew habe am späten Donnerstagabend einen Notruf empfangen. Zwei Stunden später habe sie die übermittelte Koordinate erreicht und die Menschen von einem überfüllten Kunststoffboot geborgen.

Bis zum Freitagmorgen habe sich keine Rettungsleitstelle für zuständig erklärt. Die „Alan Kurdi“ habe jetzt Kurs auf die italienische Insel Lampedusa genommen, weil der nächste Sturm aufziehe, teilte Sea-Eye weiter mit.

Von den geretteten Menschen hätten alle angegeben, libysche Staatsbürger zu sein. „Wie sicher kann Libyen schon sein, wenn sich die Libyer selbst mit ihren Familien auf dem Meer in Lebensgefahr begeben, um das Land zügig zu verlassen?“, sagte der Sea-Eye-Vorsitzende Gorden Isler. Die „Alan Kurdi“ hatte zuletzt Anfang Dezember Bootsflüchtlinge nach Italien gebracht.