Köln - Einen Tag nach der Parteigründung droht ALFA-Chef Bernd Lucke Ärger wegen des Namens: Die „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA) erklärte am Montag in Köln, dass sie rechtliche Schritte wegen einer Namensverletzung prüfe. „Vielleicht hätte Herr Lucke jemanden fragen sollen, der sich mit Namensgebungen auskennt. Dann wäre der peinliche Vorfall sicher zu verhindern gewesen“, sagte die ALfA-Bundesvorsitzende Claudia Kaminski laut einer Mitteilung.
Die Vereinigung setzt sich für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen und gegen Abtreibung ein. Sie wurde vor mehr als 35 Jahren gegründet und hat bundesweit nach eigenen Angaben mehr als 11 000 Mitglieder.

Auch Alfa Romeo Deutschland, Tochter des italienischen Autobauers Fiat, prüft, ob das Unternehmen rechtlich gegen den Namen der neuen Lucke-Partei vorgeht. Man habe die Konzernzentrale in Turin über die Namensgleichheit der deutschen Parteineugründung Alfa informiert, teilte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ mit. Alfa Romeo Deutschland habe die Turiner Zentrale gebeten zu prüfen, ob und wie gegebenenfalls gegen die Namensgebung vorgegangen werden soll. „Wir warten derzeit auf eine Antwort“, heißt es. „Wir haben von der Namensgebung von Bernd Luckes neuer Partei auch erst am Sonntagabend durch die Medien erfahren.“

Der ehemalige AfD-Chef Bernd Lucke hatte sich nach einem Führungsstreit aus der AfD zurückgezogen und am Sonntag mit rund 70 früheren AfD-Anhängern die Partei „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ (ALFA) gegründet. (dpa, red)