Mindestlohn für Pflegekräfte steigt ab Januar

Vor allem ungelernte Hilfskräfte profitieren von der Erhöhung. Allerdings gilt der neue Mindestlohn nur bis Ende April 2020.

Berlin-Ab Januar steigt der Mindestlohn in der Altenpflege. Davon profitieren die ungelernten Hilfskräfte, wie der Arbeitgeberverband Pflege am Dienstag in Berlin mitteilte.

Eine Pflegekraft geht in einem Pflegeheim mit einer älteren Dame über einen Korridor.
Eine Pflegekraft geht in einem Pflegeheim mit einer älteren Dame über einen Korridor.dpa/Christoph Schmidt

In Westdeutschland einschließlich Berlin liegt der Mindestlohn ab Jahresbeginn dann bei 11,35 Euro pro Stunde und damit um 30 Cent höher als bisher. In Ostdeutschland wird der Mindestlohn ebenfalls um 30 Cent auf künftig 10,85 Euro erhöht. Im Jahr 2010 wurde erstmals ein Pflegemindestlohn festgelegt. Dieser liegt höher als der gesetzliche Mindestlohn, der zum Januar auf 9,35 Euro steigt. Examinierte Pflegefachkräfte verdienen deutlich mehr.

Der neue Mindestlohn gilt allerdings nur bis Ende April 2020. Eine neue Pflegemindestlohnkommission arbeitet an einer Anschlussregelung für die Zeit danach.

Der Arbeitgeberverband Pflege reichte im September gegen die seiner Meinung nach rechtswidrige Zusammensetzung der neuen Mindestlohnkommission allerdings Klage beim Verwaltungsgericht Berlin ein. Eine Entscheidung des Gerichts steht noch aus.