Herr Walter, Sie haben die „Wutbürger“ analysiert, die gegen Bahnhofs- und andere Projekte protestieren. Gehört die AfD dazu?

In gewisser Weise schon. In unserer Studie über die neuen Protestbewegungen und ihre Mitglieder haben wir festgestellt, dass unter ihnen exzellent ausgebildete Menschen sind – nicht mehr allein der Typus Sozialkundelehrer wie bei den Protesten der 70er-Jahre. Unter den Unterstützern und Protagonisten der AfD finden sich viele Wirtschaftsprofessoren, auch Journalisten, manche pensioniert, also mit viel Zeit. Viele sagen, sie hätten bisher CDU oder FDP gewählt, aber jetzt sei Schluss. Sie finden sich zum ersten Mal in der Lage, dass sie gegen das Establishment anrennen. Und wie die „Wutbürger“ gegen Stuttgart 21 sagen sie nicht einfach Nein, sondern treten als Gegen-Experten auf.

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