Berlin - Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat mit einem kleinen Lapsus bei seiner Würdigung für Altkanzler Helmut Kohl am Donnerstag für kurzzeitige Heiterkeit beim sonst so ernsten Gedenkakt im Parlament gesorgt.
Nachdem er Kohl zitiert hatte, der sein Leben selbst als Weg großer Erfolge und schwerer Niederlagen beschrieben habe, kam Lammert auf die Wahl von 1976 zu sprechen.

48,6 Prozent für die CDU

Damals habe Kohl die Union als Kanzlerkandidat „mit 48,6 Prozent der abgegebenen Stimmen bei hoher Wahlbeteiligung zum zweitbesten Ergebnis aller bisherigen und - wie wir inzwischen wissen - AUCH KÜNFTIGEN Bundestagswahlen geführt“.

Seherische Fähigkeiten lösen Heiterkeit aus

Solcherart seherische Fähigkeiten des Bundestagspräsidenten lösten unter anderem auf der Besuchertribüne bei Altbundespräsident Joachim Gauck, aber auch auf der Regierungsbank bei dem neben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sitzenden Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) Heiterkeit aus. Selbst Unionsminister amüsierten sich. Nachdem Lammert die Doppeldeutigkeit registriert und Merkel ihm einen skeptischen Blick zugeworfen hatte, schob er erklärend hinterher: „Bis heute stattgefundenen Bundestagswahlen...“ (dpa)