„Das Ende der Geschichte“: Warum niemand je wirklich daran geglaubt hat

Francis Fukuyamas These vom Ende der Geschichte wird seit 30 Jahren diskutiert. Ein Blick zurück lässt jedoch Zweifel aufkommen, dass sie je ernst gemeint war.

Winkende Jugendliche vor der Ehrentribüne: Pfingsttreffen der FDJ 1989 in Ost-Berlin, DDR.
Winkende Jugendliche vor der Ehrentribüne: Pfingsttreffen der FDJ 1989 in Ost-Berlin, DDR.imago/Stana

Im Sommer 1989 erscheint in der Zeitschrift The National Interest der Artikel „The End of History?“ von Francis Fukuyama. Wenige Wochen später kann der Autor in der New York Times lesen, wie der Herausgeber der Zeitschrift seine Meinung zu Fukuyamas Thesen gibt: „Ich glaube davon kein Wort.“ Für die meisten Autoren wäre eine derartige Einschätzung desaströs. Fukuyama aber wird das nicht interessiert haben. Sein Artikel erregte größere Aufmerksamkeit als alles, was der Herausgeber je schreiben würde. Nicht nur erscheint in wenigen Tagen mit „Der Liberalismus und seine Feinde“ erneut ein Buch, in dem er sich mit der politischen Gemengelage auseinandersetzt. Noch heute wird auch seine These von damals herangezogen – oft um zu zeigen, wie falsch sie schon vor 30 Jahren war.

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