Berlin - Die Ankündigungen sind mächtig: Klare Worte werde die Kanzlerin finden, sagt Vize-CDU-Chefin Julia Klöckner am Morgen nach dem nächsten CDU-Absturz, der diesmal nicht an Angela Merkels Wahlkreisland stattgefunden hat, sondern an ihrem Wohnort Berlin. Die Chefin habe „einen neuen Duktus“ gefunden, befindet einer aus der Parteiführung nachdem man mehrere Stunden gemeinsam beraten hat.

Es ist eine reguläre Sitzung gewesen von CDU-Präsidium und -Vorstand, aber eigentlich müsste man sie wohl als Krisensitzung bezeichnen. Bei allen fünf Landtagswahlen hat die CDU in diesem Jahr ihr Ziel verfehlt, in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ist sie unter die 20-Prozent-Marke gestürzt. Nicht mehr große Volkspartei ist sie dort, sondern eine von vielen. Auf der rechten Seite ist mit der AfD eine Konkurrenz erwachsen, die sich nun doch nicht so schnell wieder zu verflüchtigen scheint. Eine Art Bilanz des Wahljahrs 2016 steht also an, das gleichzeitig das Jahr 1 der Flüchtlingskanzlerin ist und das letzte Jahr vor der Bundestagswahl.

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