Szeged - Die Kamerafrau, die Anfang der Woche an der ungarisch-serbischen Grenze einem fliehenden Vater und seiner Tochter ein Bein gestellt haben soll, hat sich nun erstmals öffentlich zu den Vorwürfen gegen sie geäußert.

In einem Brief der Journalistin an die konservative Zeitung „Magyar Nemzet“ heißt es: „Als die Flüchtlinge die Polizeiabsperrung durchbrachen, rannte einer direkt auf mich zu. Ich hatte Angst und dachte, ich würde angegriffen. Ich dachte, ich müsste mich schützen.“

Des Weiteren beklagt sie eine Hetzjagd internationaler Medien gegen sich. „Ich verdiene das nicht. [...] Es tut mir leid. Ich bin keine herzlose Journalistin, die Kinder tritt.“ Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Frau. Ihr Web-TV-Sender N1TV hat sie bereits fristlos entlassen. (mer)