Berlin/Dresden - Nach der Zerstörung mehrerer Glasscheiben der sächsischen Landesvertretung in Berlin ist ein Bekennerschreiben aus der linksextremen Szene aufgetaucht. Darauf machte am Donnerstag der Leiter der Landesvertretung, Conrad Clemens, aufmerksam. Die Polizei in Berlin war am Donnerstag zunächst nicht zu erreichen.

„Wer rohe Gewalt einsetzt, um Positionen in den politischen Diskurs einzubringen, hat das demokratische Spektrum verlassen“, so Clemens. Das Bekennerschreiben der Linksextremen zeige, dass es sich um einen „bewussten Angriff“ auf Staat und Justiz gehandelt habe. „Dieses Verhalten ist durch nichts zu entschuldigen.“ Der Rechtsstaat werde die Tat verfolgen, die Täter müssten sich ihrer Verantwortung stellen, erklärte Clemens.

Das Bekennerschreiben legt nahe, dass die Tat im Zusammenhang mit dem Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder einer Gruppe militanter Linksextremisten am Oberlandesgericht Dresden steht. In dem Brief wird unter anderem Solidarität mit der Hauptangeklagten gefordert.

Unbekannte hatten in der Nacht zum Sonntag mehrere Glasscheiben der Landesvertretung zerstört und die Fassade großflächig mit schwarzer Farbe besprüht. Zeugen alarmierten die Polizei. Der Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen.