Dresden - Der Behörden-Skandal um die Veröffentlichung des Haftbefehls im Fall des in Chemnitz getöteten Daniel H. nähert sich einer Aufklärung: Am Donnerstag stellte sich ein Justizvollzugsbeamter aus Dresden der Polizei, wie sein Anwalt mitteilte. 

Der 39-Jährige wurde inzwischen vom Dienst suspendiert, erklärte das sächsische Justizministerium. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden, Lorenz Haase, berichtete dieser Zeitung, nach Durchsuchungen bei dem Mann habe sich ein vertiefter Verdacht ergeben, dem die Ermittler nachgehen wollten. Dies habe den Druck offenbar so erhöht, dass der Beschuldigte an die Öffentlichkeit gegangen sei. Auf die Verletzung des Dienstgeheimnisses und der Geheimhaltungspflicht stehen laut Strafgesetzbuch bis zu fünf Jahre Gefängnis. 

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