Verviers/Brüssel - Bei einer großangelegten Polizeiaktion gegen mutmaßliche Dschihadisten hat es in Belgien zwei Tote gegeben. Ein weiterer Verdächtiger überlebte. Er wurde bei dem Zugriff in der ostbelgischen Stadt Verviers festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstagabend in Brüssel mitteilte. Verviers liegt unweit der deutsch-belgischen Grenze rund 35 Kilometer von Aachen entfernt.

Die Polizeieinsätze dauerten in der Nacht an. Belgiens Regierung wertete den Einsatz als Zeichen der Entschlossenheit im Kampf gegen den Terrorismus. Ein Sprecher von Regierungschef Charles Michel sagte nach einem Krisentreffen mit mehreren Ministern, wer „Terror verbreiten“ wolle, müsse bekämpft werden. Die Anti-Terror-Einsätze belegten die Entschlossenheit der Regierung, gegen die Gefährder vorzugehen. „Die Angst muss das Lager wechseln.“ Der Großeinsatz sei das Ergebnis monatelanger Untersuchungen gewesen, fuhr Michels Sprecher Frédéric Cauderlier fort. Sie galten demnach jungen Rückkehrern aus Kampfgebieten, „vor allem aus Syrien“.

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