Peinlich, würdelos, beschämend – die Twitter- und Facebook-Communitys waren sich nach wenigen Minuten einig. Im Anschluss an die Rede des ukrainischen Präsidenten Selenskyj hatte der Deutsche Bundestag für viele am Donnerstag allein dadurch versagt, einfach an der Tagesordnung festgehalten zu haben. Es mangelte an situativer Intelligenz, einer adäquaten Reaktion auf die emotionale Wucht, in der Wolodymyr Selenskyj den Abgeordneten gedankt, ihnen aber auch ins Gewissen geredet hatte. In kämpferischer Diktion hatte er den deutschen Bundeskanzler adressiert: „Herr Scholz, geben Sie Deutschland die Führungsrolle, die es verdient.“ Und das Echo, so haben es viele empfunden, stand dröhnend im Raum.

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