Roswitha Scharfen und ihr Sohn Roman. Sie sind „der Platzhirsch“ am Gröbziger Immobilienmarkt.
Foto: Sebastian Wells/Ostkreuz

GröbzigOhne die Spinndüse wären die Spekulanten wohl nie nach Gröbzig gekommen. Doch weil diese technische Errungenschaft 1909 vom Gröbziger Uhrmacher Christian Friedrich Eilfeld zum Patent angemeldet worden war, entstand hier viele Jahre später der Volkseigene Betrieb (VEB) Spinndüsenfabrik. Und deswegen mussten für 460 Arbeiter Wohnungen her. Fünf Plattenbauten wurden errichtet, und sie ragen noch heute an der Straße des Aufbaus in den blauen Himmel. Und um diese Immobilien geht es.

In eine der Dreiraumwohnungen zog 1976 Roswitha Scharfen mit ihrer Familie ein. Jahre nach der Wende verwaltete sie die Plattenbauten mit ihrer Firma. Roswitha Scharfen ist 70 Jahre alt und Gründerin der R. Scharfen Hausverwaltung. Der „Platzhirsch“ am Ort, wie sie sagt. Wer etwas über den Gröbziger Immobilienmarkt wissen möchte, kommt an ihr nicht vorbei. Die temperamentvolle Frau sitzt in ihrem Büro in einem liebevoll restaurierten Gebäude an der Hauptstraße, nicht weit von den Häusern entfernt. Sie ist auch genau die Richtige, wenn man erfahren will, wie die Wohnungen in dieser Platte ausgerechnet an Anleger ins ferne Israel verkauft wurden.

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