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Eine Terror-Warn-App der französischen Regierung hat nach dem Attentat in Nizza offenbar erst sehr spät ausgelöst. Die Smartphone-Anwendung SAIP (système d'alerte et de protection des populations) hatte das Innenministerium erst am 8. Juni als Reaktion auf die Anschläge in Paris im vergangenen November vorgestellt. Durch sie sollen Bürger im Falle eines Anschlages eine Warnung auf ihr Handy bekommen, heißt es auf der Internetseite des Innenministeriums.

Beim Attentat von Nizza, bei dem am Donnerstagabend mehr als 80 Menschen getötet wurden, wurde diese Warnung aber offenbar erst sehr spät ausgelöst. Wie die französische Zeitung „Le Monde“ berichtet, bekamen die Nutzer erst zwei Stunden nach der Attacke einen Alarm. Das belegen auch Screenshots auf Twitter.

Der Grund für den späten Alarm ist noch unklar.