Istanbul/Mexico-Stadt - US-Präsident Barack Obama hat die Ermordung von drei muslimischen Studenten im Bundesstaat North Carolina scharf verurteilt. Die Tat sei „brutal und empörend“, erklärte Obama am Freitag. In den Vereinigten Staaten sollten Menschen niemals zur Zielscheibe werden „wegen dem, was sie sind, wie sie aussehen oder wie sie beten“. In seiner ersten öffentlichen Stellungnahme zu dem Fall sprach der Präsident den Angehörigen der 23, 21 und 19 Jahre alten Opfer sein Mitgefühl aus.

Deah Shaddy Barakat, seine Ehefrau Yusor Mohammad Abu-Salha sowie deren Schwester Razan waren am Dienstag von einem 46-jährigen Nachbarn in der Universitätsstadt Chapel Hill erschossen worden. Der Schütze stellte sich anschließend der Polizei. Diese sprach zunächst von einem Streit um Parkplätze. Auf seiner Facebook-Seite bezeichnete sich der Schütze aber als überzeugter Atheist und äußerte scharfe Kritik an Religionen im Allgemeinen, wobei er neben Mormonentum und Christentum auch den Islam angriff. Die US-Bundespolizei FBI prüft inzwischen in einem Ermittlungsverfahren, ob die tödlichen Schüsse einen rassistischen Hintergrund hatten. Die drei Studenten wurden am Donnerstag unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt. Am Donnerstag hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan während eines Besuch in Mexiko kritisiert, dass sich bis dahin weder Obama, sein Außenminister noch ein anderer Politiker öffentlich zu dem Mord äußerten. (afp)