Washington - Nach der Anschlagsserie von Paris verschärfen die USA für Millionen Geschäftsleute und Touristen aus dem Ausland die Einreisebestimmungen. Betroffen sind Bürger aus 38 Staaten, die bei einer Reise in die USA kein Visum beantragen müssen. Dies sind etwa Deutschland, Frankreich und Großbritannien, aber auch Australien und Japan. Wie das US-Präsidialamt am Montag mitteilte, soll das sogenannte Visa Waiver Program gestärkt werden. Demnach werden die Betroffenen über Besuche in Staaten befragt, die „ein sicherer Rückzugsort für Terroristen“ sind. Zudem sollen verstärkt biometrische Daten wie Fingerabdrücke gesammelt werden.

Wegen der islamistischen Anschläge in Paris ist auch in den USA die Furcht vor ähnlichen Taten gewachsen. Einige US-Politiker sind besorgt, weil viele gewaltbereite Islamisten eine europäische Staatsbürgerschaft besitzen. Taucht ihr Name nicht auf Listen mit potenziell gefährlichen Personen auf, können sie theoretisch ohne Visum in die USA reisen. Das Visa Waiver Program ist für Touristen oder Geschäftsleute gedacht, die sich bis zu drei Monate in den USA aufhalten können. (rtr)