Berlin - Die Impfkampagne in Deutschland kommt nicht aus den Schlagzeilen. Erst seit ein paar Tagen ist der Impfstoff Astrazeneca auf dem Markt – schon häufen sich Alarmmeldungen: Kliniken in Niedersachsen stoppten zwischenzeitlich das Impfen mit dem Präparat, nachdem zahlreiche geimpfte Mitarbeiter wegen „Impfreaktionen“ ausfielen. Im Saarland sind bei einer Impfung im medizinischen Bereich 54 Prozent von 200 angemeldeten Personen nicht erschienen. In Nordrhein-Westfalen sei in Sachen Astrazeneca „die Impfbereitschaft bislang tendenziell verhalten“, was das zuständige Gesundheitsministerium „mit Sorge“ sehe.

Ist das noch Skepsis oder schon offene Ablehnung gegenüber dem britisch-schwedischen Impfstoff, der mangels breiterer Forschungsdaten in Deutschland nur für Menschen unter 65 Jahren zugelassen ist und dem aus demselben Grund nur eine Wirksamkeit von 70 Prozent zugeschrieben wird? Und dann ist er auch noch vergleichsweise billig. Die Dosis kostet laut EU-Preisliste 1,78 Euro, die bisher eingesetzten Mittel von Biontech/Pfizer und Moderna schlagen demnach mit 12 Euro beziehungsweise 14,70 Euro zu Buche.

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