Michael Müller und Sawsan Chebli bei einer Plenarsitzung. 
Foto: Imago Images

BerlinEs war ein erfrischender Knallbonbon am warmen Donnerstagabend: Sawsan Chebli, 42-jährige gebürtige Berlinerin mit palästinensischen Eltern, SPD-Politikerin und Staatssekretärin in der Senatskanzlei, erklärte ihre Kandidatur für ein Bundestagsmandat in Charlottenburg-Wilmersdorf bei der Wahl im nächsten Jahr. Chebli konkurriert damit direkt mit ihrem Chef in der Senatskanzlei, dem 55-jährigen Michael Müller.

Der Showdown in ChaWi wirft vor allem zwei Fragen auf. Wagt die SPD den Sprung ins Weite und nominiert eine in ihrem Kampfeseifer für Gleichberechtigung und gegen Ausgrenzung öfter einmal überschäumende Politikerin? Oder geht es darum, einem verdienten Politiker einen Posten für den Karriereabend zu organisieren? Erst einmal ein Blick zurück: Michael Müller ist nicht der erste Regierende Bürgermeister, der direkt aus dem Amt in den Bundestag wechseln will. Drei Männer vor ihm haben es geschafft, alle auch aus der SPD.

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