Berlin - Ayham D. hielt kürzlich einen Bescheid des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in Händen. Dem jungen Syrer aus der Nähe von Damaskus, der nicht im Krieg hatte sterben wollen, wurde darin subsidiärer Schutz gewährt – zunächst für ein Jahr, mit der Option auf Verlängerung. Auf die Frage, ob er damit zufrieden sei, antwortete der 28-Jährige, der jetzt in Berlin lebt: „Ja.“ Denn wenn der Krieg vorbei sei, dann wolle er ohnehin zurück in die Heimat. Eine eigene Familie hat der Flüchtling nicht.

Nicht alle Syrer sehen das so entspannt. Aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der linken Abgeordneten Ulla Jelpke ergab sich kürzlich, dass in den ersten acht Monaten des Jahres 2016 mehr als 17000 Menschen Klage gegen ihren Flüchtlingsstatus eingereicht hatten, unter ihnen 15000 Syrer. Fast 6000 sind es nach Angaben der Zeitung allein im August gewesen. Der Präsident des Bamf, Frank-Jürgen Weise, sprach in der Bundespressekonferenz zuletzt von insgesamt 19500 Klagen. Das Bamf und die Bundesregierung sind deshalb alarmiert.

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