Mehr als 400 Kommentare auf Hebräisch und gut 70 Eintragungen zur englischen Version beschäftigen sich mit Schockens Editorial, das dieser Zeitung in ihrer Dienstag-Ausgabe veröffentlichte. Der israelische Publizist bezeichnet die Unterdrückung der Palästinenser und ihre Behandlung als Bürger zweiter Klasse als „abscheulich undemokratische Zustände“, die an das einstige Apartheid-Regime in Südafrika erinnerten.

Besonders diesen Vergleich greifen die Online-Kommentare auf; Zustimmung und Ablehnung halten sich die Waage. Während der eine Teil der anonymisierten bzw. mit Spitznamen gekennzeichneten Beiträge Schocken für seinen Mut und seine „brillante Analyse“ dankt, bezeichnen Kritiker seine Thesen als „schändlich“, als „wüste Propaganda“ und „Beleidigung aller Opfer der Apartheid“. Ein Kommentator gibt seiner Hoffnung Ausdruck, die in Israel lebenden Palästinenser möchten „nach Jordanien, Libanon oder sonst wohin“ gehen; danach werde Israel „zur Demokratie zurückkehren – für die Juden, nicht für die Palästinenser“.

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