Polizisten in Halle/Saale: Bei Schüssen sind hier nach ersten Erkenntnissen zwei Menschen getötet worden.
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Halle/SaaleBei Schüssen in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind nach ersten Erkenntnissen zwei Menschen getötet worden. Zunächst meldete die Polizei am Mittwoch, mehrere bewaffnete Täter seien mit einem Auto auf der Flucht. Am frühen Nachmittag meldete die Polizei die Festnahme einer Person. „Bleiben Sie trotzdem weiterhin wachsam“, twitterte die Polizei und rief die Bevölkerung auf, in ihren Wohnungen oder an ihrem Arbeitsplatz bleiben.

Auch in Landsberg, rund 15 Kilometer von Halle entfernt, gab es Schüsse, bestätigte eine Polizeisprecherin in Halle. Zu den näheren Umständen des Vorfalls in dem Ort wollte sie zunächst nichts sagen. Die Hintergründe waren zunächst völlig unklar. Die Polizei warnte vor Spekulationen.

Bürgermeister spricht von Amoklage in Halle

Der Oberbürgermeister von Halle, Bernd Wiegand (parteilos) hat nach den tödlichen Schüssen in der Stadt einen Stab für Außergewöhnliche Ereignisse einberufen. Wiegand sprach am Mittwoch in einer Mitteilung von einer „Amoklage“. Alle Rettungskräfte der Feuerwehr seien in Alarmbereitschaft versetzt worden. Unter der Nummer 115 wurde ein Bürgertelefon geschaltet.

Augenzeugen in Halle berichteten von einem Täter, der einen Kampfanzug und eine Maschinenpistole getragen haben soll. Demnach soll es auch eine Explosion auf einem Friedhof gegeben haben. Unbestätigten Medienberichten zufolge soll sich der Vorfall in der Nähe einer Synagoge zugetragen haben. Die Gegend im Paulusviertel in Halle wurde großräumig abgesperrt.

Der Bahnhof von Halle wurde wegen polizeilicher Ermittlungen gesperrt. Das teilte das Unternehmen über Twitter mit. Es komme zu Verspätungen. (dpa/AFP)