Wenige Wochen vor dem Ende der Amtszeit von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) sieht sich das Auswärtige Amt mit schweren Vorwürfen in Bezug auf eine seiner wichtigsten Vertretungen konfrontiert: Laut französischen Medienberichten soll es in der deutschen Botschaft in Paris über viele Jahre hinweg eine schwarze Kasse gegeben haben, durch die im Laufe der Zeit mehrere Hunderttausend Euro geschleust und anschließend an das Personal verteilt wurden. Der Verdacht des Sozialbetrugs steht im Raum.

Wie die Tageszeitung Le Monde in ihrer Mittwochausgabe berichtete, wurde die schwarze Kasse im November 2007 eingerichtet. Sie diente dazu, Überstunden des Hauspersonals – etwa Butlern und Köchen – zu bezahlen. Und zwar stets in bar und ohne entsprechende Meldung an die französischen Sozialkassen und Finanzbehörden. Die Zeitung beruft sich auf zahlreiche Unterlagen der Botschaft, die sie einsehen konnte.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.