Syrische Soldaten in der nördlichen Provinz Hasakah. 
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DamaskusBei schweren Kämpfen in der Provinz Idlib im Nordwesten Syriens sind nach einem Bericht der Beobachtungsstelle für Menschenrechte mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Regierungstruppen und mit ihnen verbündete Milizen seien am Wochenende mit Unterstützung von russischen und syrischen Kampfflugzeugen und Artillerie in die Offensive gegen Stellungen der Rebellen gegangen. Die Zahl der Opfer sei die höchste seit Inkrafttreten einer Waffenruhe im Sommer, teilten die Beobachter am Sonntag mit.

Seit Beginn der Offensive im April seien mehr als 4600 Menschen getötet worden, darunter mehr als 1200 Zivilisten. Erneut seien durch die Gefechte und Luftangriffe nun Anwohner vertrieben worden, die in Richtung der syrisch-türkischen Grenze geflüchtet seien.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte am Sonntag, die zweitägigen Kämpfe in der nordsyrischen Provinz seien die gewalttätigsten seit dem Eintreten einer Waffenruhe in der Region Ende August gewesen. Wegen der Kämpfe flohen zahlreiche Bewohner in Richtung Norden. Die Beobachtungsstelle teilte mit, mehrere Angriffe des früheren syrischen Al-Kaida-Ablegers Hajat Tahrir al-Scham auf Positionen der Regierungstruppen hätten die Gefechte am Samstag ausgelöst.