Neues Stadtquartier mit 900 Wohneinheiten auf den Buckower Feldern geplant.
Simulation: STADT UND LAND-Wohnbauten GmbH

Berlin-NeuköllnDer Mietendeckel gilt zwar nicht für Neubauten. Trotzdem haben sich jetzt zwei Wohnungsgenossenschaften mit Hinweis auf die Folgen der Neuregelung von einem Neubauprojekt verabschiedet: von der Bebauung der Buckower Felder.

Der Beamtenwohnungsverein zu Köpenick und die Gemeinnützige Baugenossenschaft Steglitz erklärten in einem Brief, dass sie ihre Teilnahme an dem Konzeptverfahren zur Bebauung der Fläche am südlichen Stadtrand zurückziehen. Das berichtet die Berliner Morgenpost.

900 Wohnungen auf Buckower Felder geplant

Der Beamtenwohnungsverein begründete den Rückzieher damit, dass ihm durch den Mietendeckel Einnahmen fehlten, die er als Eigenmittel für den Neubau benötige. Bisher war allerdings noch gar nicht klar, ob die beiden Genossenschaften überhaupt den Zuschlag für die Teilnahme an der Bebauung bekommen hätten. Mehrere Interessenten hatten sich darum beworben.

So sollen die Neubauten auf den Buckower Feldern später aussehen.
Simulation: STADT UND LAND-Wohnbauten GmbH

Rund 900 Wohnungen sollen unter der Federführung der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land auf den Buckower Feldern entstehen. Davon soll die Stadt und Land 700 selbst bauen. Die übrigen 200 Wohnungen sollen von „gemeinwohlorientierten Dritten“ errichtet werden – zum Beispiel von Genossenschaften, Stiftungen oder Baugruppen. Sie konkurrieren mit verschiedenen Konzepten um eine Beteiligung an dem Bauprojekt.

Zehn Initiativen sind noch im Wettbewerb

Nach Angaben der Stadt und Land sind derzeit noch zehn Interessenten mit insgesamt 19 Beteiligten im Wettbewerb – darunter Genossenschaften, Genossenschaften in Gründung, eingetragene Vereine, gemeinnützige Gesellschaften mit beschränkter Haftung und andere Initiativen.

„Für die Erarbeitung der Konzepte haben die Bewerber jetzt Zeit bis Ende Februar 2020“, sagt Stadt und Land-Sprecher Frank Hadamczik. Danach werde ein Beratungsgremium die Pläne nach festgelegten Kriterien bewerten. Falls sich zu wenige Dritte finden sollten, werde die Stadt und Land die Lücke schließen, sodass die insgesamt 900 Wohnungen in jedem Fall errichtet werden, erklärte Unternehmenssprecher Hadamczik.