Berlin - Ganz so wie es sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorstellt, wird es mit dem Testen gegen das Coronavirus offenbar nicht laufen. Der Minister hatte am Mittwoch angekündigt, dass ab März Gratis-Schnelltests in großer Zahl zur Verfügung stünden. Sie sollen an Hausärzte, Apotheken und öffentliche Testzentren gehen und von geschultem Personal durchgeführt werden. Ärztevertreter und Kommunen warnen jetzt allerdings vor übertriebenen Erwartungen. In Berlin wissen die für Tests zuständigen Stellen bisher nicht, wie dieser neue Schritt in der nationalen Teststrategie umgesetzt werden soll. Mehr noch: Die Berliner Verwaltung hält von den Tests offenbar nichts.

Voller Skepsis reagierte die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci auf Spahns Vorschlag. „Es fehlt eine Konzeption“, sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag der Berliner Zeitung: „Wer wird wie eingeladen? Wie wird nachgetestet?“ Zu all dem erhoffe sie sich mehr Informationen auf einer Sondersitzung der Gesundheitsminister-Konferenz am Freitag.

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