Berlin - „My body. My choice. Raise your voice“: „Mein Körper. Meine Entscheidung. Erheb deine Stimme“. Die Parole schien den Gegendemonstranten hinter den Absperrungen zum diesjährigen „Marsch für das Leben“ am Samstag besonders passend, als Hartmut Steeb zum Marsch-Auftakt vor dem Berliner Hauptbahnhof dazu aufrief, „dass wir im Gedenken an die nicht geborenen Kinder eine Minute Zeit der Stille haben“. Der stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, der den „Marsch für das Leben“ seit 14 Jahren einmal im Jahr in der Hauptstadt veranstaltet, ahnte offenbar, dass es mit der Schweigeminute schwierig werden dürfte: „Durch diejenigen, die gerade etwas anderes sagen, lassen Sie sich nicht durcheinander bringen.“

Die Protestbewegung „What the fuck“ und das „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ mit insgesamt rund 1000 Demonstranten gaben nämlich alles: „Hätt‘ Maria abgetrieben, wär’t ihr uns erspart geblieben“ riefen sie den Marsch-Teilnehmern entgegen, darunter viele mit verteilten Kreuzen in der Hand oder erkennbar als Geistliche auftretend. „Intellektuell sehr primitiv“ kommentiert Hartmut Steeb die Parolen auf Nachfrage dieser Zeitung. Er ist überzeugt: „Die schlimmste Menschenrechtsverletzung, die wir weltweit erfahren, ist die Tötung ungeborener Kinder. Die UNO spricht von über 50 Millionen jedes Jahr.“

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