Ein offenbar psychisch labiler Mann hat am Sonntagmorgen in Moabit einem Polizisten die Dienstwaffe entrissen und gegen sich selbst gerichtet. Zuvor sei er nackt auf dem Gehweg in der Turmstraße unterwegs gewesen, teilte die Polizei mit.

Dabei habe er sich aggressiv verhalten und Passanten beschimpft, zwei habe er sogar geschlagen. Zeugen alarmierten die Polizei. Die herbeigerufenen Beamten wollten ihn ruhigstellen. Beim Versuch den Mann zu fixieren zog er die Waffe aus dem Holster.

Wie ein Sprecher der Berliner Zeitung sagte, feuerte er mindestens einen Schuss aus der Pistole der Marke P6 ab. Dabei traf er die rechte Bauchseite und musste operiert werden. Der Verkehr auf der Turmstraße war für etwa zwei Stunden gesperrt.

Bei dem  Täter handelt es sich laut Polizeiangaben um einen 38-jährigen Russen aus Moskau. Wie schwer er sich verletzte, war zunächst nicht bekannt. Er wurde von Rettungssanitätern der Feuerwehr in ein Krankenhaus gebracht und dort notoperiert. Nach Angaben der Polizei wohnt der Mann in einem betreuten Wohnprojekt nahe des Tatorts. Er sei möglicherweise psychisch krank, wie die Polizei mitteilte.