Berlin - Berlin hat weitere 108 geflüchtete Syrerinnen und Syrer aus dem Libanon aufgenommen. Sie kamen am Mittwoch in der Hauptstadt an, wie die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales mitteilte. Dazu gehören mehrere Familien, die größere medizinische Hilfe benötigen und mehrere Kinder mit ausgeprägter Hörbeeinträchtigung. Das Land Berlin hatte nach einem Beschluss des Abgeordnetenhauses im vergangenen Jahr eine Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen begonnen. Die ersten 100 syrischen Geflüchteten waren im Rahmen des neuen humanitären Landesaufnahmeprogramms im Dezember aufgenommen worden.

Das Programm richtet sich an syrische Geflüchtete mit besonderem Schutzbedarf, die im Libanon nicht entsprechend versorgt werden können. Kein Land der Welt habe im Verhältnis zur eigenen Bevölkerung so viele Geflüchtete aus Syrien aufgenommen wie der Libanon, so die Sozialverwaltung. Hinzu komme, dass das Land selbst mit einer schweren Versorgungskrise zu kämpfen habe.

„Es freut mich sehr, dass wir nun weiteren 108 syrischen Geflüchteten aus dem Libanon Sicherheit bieten können, darunter vielen Kinder mit einer leidvollen Fluchtgeschichte“, sagte Sozialsenatorin Katja Kipping (Linke). „Auch wenn gegenwärtig eher der Krieg gegen die Ukraine und die damit einhergehenden Fluchtbewegungen im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen, ist es mir ein wichtiges Anliegen, die verschiedenen Kriegs- und Krisenregionen dieser Welt nicht aus den Augen zu verlieren.“