Nürnberg/Berlin - Als ich Tessa Ganserer am Morgen nach der Bundestagswahl erreiche, sind die Koffer schon gepackt. Am nächsten Tag steht die erste Fraktionssitzung der Grünen an, für die die 44-jährige Nürnbergerin im kommenden Bundestag sitzen wird – als eine von zwei offen transidenten Frauen. „Ein historischer Moment“ sei der Wahlabend gewesen: „Wir haben damit in Deutschland Geschichte geschrieben.“ Dabei hatte sie sich noch mehr erhofft, wollte der CSU im Wahlkreis Nürnberg-Nord das Direktmandat abjagen. Bis August habe es noch ganz danach ausgesehen. Schließlich reichte es noch für Platz 2 vor der SPD, aber hinter der CSU. Wahlergebnisse, so Ganserer auch kritisch gegenüber ihrer Partei, seien „das Ergebnis von einem Teamspiel und nicht alleine der Kandidatin geschuldet“.  

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