BerlinDie islamistischen  Morde in Nizza, nahe Paris, in Dresden und Wien zwingen zur Kurskorrektur. Die Bluttaten in Frankreich folgten den Parolen religiöser-islamischer Identität. Insofern wurde die tödliche Gewalt auch von der modischen Politik des Moralisierens und der doppelten Standards begünstigt. Denn wer der identitären Cancel Culture, also der Vernichtung und Verdrängung von Denkmälern, Kunstwerken und Straßennamen, ständig opportunistische Nachsicht entgegenbringt, bewirkt, dass sich angeblich „Betroffene“ und „Opfer“ oder „People of Color“ zunehmend zu leichten, schweren oder schwersten Straftaten hinreißen lassen.

Die von Bund und Land mit drei Millionen Euro befeuerte und damit auch von Senator Klaus Lederer (Linke) unterstützte, angeblich auf Dekolonialisierung bedachte Cancel Culture heizt das antiaufklärerische Klima tagtäglich an. Sie lässt Sachbeschädigung, antidemokratische Selbstermächtigung und selbst Terrorismus als Widerstand gegen tatsächliche oder vermeintliche Diskriminierung erscheinen. Inzwischen bezeichnen sich die derart geförderten Grüppchen tatsachenfern als auf schreckliche Weise unterdrückte „Muslim*innen“ und als Nachfahren edelster „Osman*innen“.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.